Studiengebühren - Rechtsanwalt Mainz - Kanzlei Vollmer, Bock, Windisch, Renz, Lymperidis Mainz, Wiesbaden und Frankfurt

Kanzlei Vollmer, Bock, Windisch, Renz. Rechtstipps zum Thema Familienrecht – Kindesunterhalt

Rechtsgebiet: Familienrecht
Autor: Windisch
Datum: 2007/09

Kindesunterhalt und Studiengebühren

Das Leben für Studenten wird immer teurer. Angesichts der nunmehr von den Universitäten erhobenen Studiengebühren muss ein Student pro Semester mit Studiengebühren von insgesamt ca. 750,00 € rechnen. Es stellt sich daher seit Einführung der Studiengebühren die Frage, ob der Student diese Beträge von den monatlichen Kindesunterhaltszahlungen, die er gegebenenfalls von den Eltern erhält, bestreiten muss. Es ist nunmehr höchst richterlich entschieden worden, dass die Studiengebühren nicht in den monatlichen Kindesunterhaltszahlungen enthalten sind. Die Studiengebühren können daher vom Studenten als so genannter „Mehrbedarf“ gegen die Eltern geltend gemacht werden. Aber Achtung: Eine rückwirkende Geltendmachung ist nicht möglich, so dass rechtzeitig vor dem Semester die Studiengebühren eingefordert werden müssen. Voraussetzung ist natürlich, dass die Eltern auch „leistungsfähig“ sind, dass heißt über die finanziellen Möglichkeiten verfügen müssen, zum einen Kindesunterhalt sowie Studiengebühren zu zahlen. Weiterhin muss der Student auf Aufforderung auch darlegen können, dass er sein Studium gewissenhaft und zielorientiert betreibt.



Rechtsanwalt Sebastian Windisch
Sozius der Kanzlei Vollmer, Bock, Windisch, Renz
Tätigkeitsschwerpunkt Familienrecht