Scheidungsfolgenvereinbarung - Rechtsanwalt Mainz - Kanzlei Vollmer, Bock, Windisch, Renz, Lymperidis Mainz, Wiesbaden und Frankfurt

Kanzlei Vollmer, Bock, Windisch, Renz. Rechtstipps zum Thema Familienrecht – Scheidung.

Familienrecht (Rechtstipps)

Rechtsgebiet: Familienrecht
Autor: Windisch
Datum: 2009/09

Einvernehmliche Scheidung- Die Scheidungsfolgenvereinbarung

Entgegen der landläufigen Meinung, ein Anwalt könne beide Ehegatten vertreten, ist dies dem Anwalt untersagt. Grund hierfür ist, dass Interessenkollisionen der Parteien niemals auszuschließen sind, gerade, wenn es beispielsweise darum geht, dass ein Ehegatte Unterhalt verlangt. Möglich ist jedoch, dass ein Rechtsanwalt einen Ehegatten vertritt und mit dem anderen Ehegatten selbst oder mit dessen Anwalt eine so genannte Scheidungsfolgenvereinbarung aushandelt.

In dieser Vereinbarung können sowohl Vereinbarungen über die Trennungszeit wie auch über die Folgen einer Scheidung getroffen werden. Der Vorteil dieser Trennungs- und Scheidungsfolgenvereinbarung liegt auf der Hand: Es werden Kosten und vor allem Nerven gespart, da zu Beginn der Trennung jeder sich auf den Bestand der ausgehandelten Vereinbarungen verlassen kann und somit nicht zu einem Gerichtstermin in Unsicherheit leben muss. Geregelt werden können beispielsweise der Ehegattenunterhalt, Kindesunterhalt, Umgangsrecht, Zugewinnausgleich, Hausratsteilung, Übernahme oder Beendigung eines gemeinsamen Mietverhältnisses, Übertragung einer Immobilie sowie Verteilung vorhandener Schulden. Wichtig ist es hier, die Zulässigkeit und Wirksamkeitsvoraussetzungen der entsprechenden Angelegenheit zu kennen, da teilweise nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs Vereinbarungen auch sittenwidrig sein können. Eine notarielle Beurkundung einer Trennungs- bzw. Scheidungsfolgenvereinbarung ist nicht in jedem Falle erforderlich. Über die beiden letzteren Punkte wird Sie Ihr Anwalt gerne beraten.