Darlehenstilgung - Rechtsanwalt Mainz - Kanzlei Vollmer, Bock, Windisch, Renz, Lymperidis Mainz, Wiesbaden und Frankfurt

Kanzlei Vollmer, Bock, Windisch, Renz. Rechtstipps zum Thema Immobilienrecht.

Rechtsgebiet: Immoblienrecht
Autor: Vollmer
Datum: 2004/06

Darlehenstilgung durch Lebensversicherung

So mancher Immobilienerwerber stützt seine Finanzierung auf eine Lebensversicherung. Dabei wird häufig das bei der Bank aufgenommene Darlehen erst zum Laufzeitende mit einer Lebensversicherung getilgt.
Wie den Medien entnommen werden konnte, sind die von den Lebensversicherern erwirtschafteten Überschüsse nachhaltig gesunken, so dass sich in der Finanzierung eine erhebliche Lücke öffnen kann. Was geschieht, wenn der zur Auszahlung gelangende Betrag aus der Lebensversicherung zur Tilgung der Darlehensvaluta nicht ausreicht, hatte das Oberlandesgericht Karlsruhe zu entscheiden. Hier klaffte am Ende der Laufzeit eine Lücke von immerhin 45.000,00 €. Die Bank hätte diesen Betrag gerne vom Darlehensnehmer verlangt, musste sich jedoch vor dem OLG geschlagen geben: Die Bank hat in diesem Fall nur dann einen Anspruch auf Zahlung des Differenzbetrages, wenn sich dies eindeutig aus den Regelungen des Darlehensvertrags ergibt. Steht in Ihrem Darlehensvertrag also eine Formulierung wie „die Tilgung erfolgt durch die Lebensversicherung bei der XY-Lebensversicherungs AG“, stehen die Chancen gut, auch im Falle einer nicht ausreichenden Zahlung durch die Lebensversicherung keine weiteren Zahlungen übernehmen zu müssen. Auf gar keinen Fall sollte vorschnell ein weiterer Darlehensvertrag unterzeichnet werden, wenn sich am Laufzeitende die Unterdeckung ergibt.




RA Peter W. Vollmer