Unternehmensteuerreform - Rechtsanwalt Mainz - Kanzlei Vollmer, Bock, Windisch, Renz, Lymperidis Mainz, Wiesbaden und Frankfurt

Rechtsanwaltskanzlei Vollmer, Bock, Windisch, Renz. Rechtstipps zum Thema Steuerrecht.

Rechtsgebiet: Steuerrecht
Autor: Renz
Datum: 2007/12

Unternehmensteuerreform 2008 wirft ihre Schatten voraus

Ab dem 01.01.2008 wird eines der größten Reformwerke des deutschen Steuerrechts in Kraft treten. Kernstück ist die Senkung des Körperschaftsteuersatzes von 25 % auf 15 %. Dass dies nicht ohne Gegenfinanzierungsmaßnahmen ablaufen kann, ist sicherlich nachvollziehbar. Unter anderem Freiberufler und sonstige Selbstständige werden verschärfende Änderungen im Bereich der früheren Ansparabschreibungen hinnehmen müssen. Die bisherige Form der Ansparabschreibung genauso wie die Existenzgründerrücklage werden abgeschafft. Dafür gibt es einen so genannten Investitionsabzugsbetrag. Unternehmer können hier bereits ab 2007 bis zu 40 % der geplanten Investitionskosten außerbilanziell vom Gewinn abziehen. Insoweit unterscheidet sich der neue Investitionsabzugsbetrag von der früheren Ansparabschreibung kaum. Neu ist jedoch für diejenigen, die ihren Gewinn durch Einnahmen-Überschussrechnung ermitteln, die Einführung einer Gewinngrenze. Davon sind unter anderem alle Freiberufler betroffen. Danach gilt bei einer Gewinnermittlung durch Einnahmen-Überschussrechnung, dass der Gewinn die Grenze von 100.000,00 € nicht übersteigen darf, wenn der Investitionsabzugsbetrag in Anspruch genommen werden soll. Entscheidend für die Gewinngröße ist das Ergebnis des Vorjahres.

Im Hinblick auf diese Verschärfung sollten entsprechende Investitionsplanungen und deren steuerliche Umsetzung im Jahresabschluss 2007 noch rechtzeitig umgesetzt werden.




Andreas Renz
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Steuerrecht
Dipl. –Finanzwirt (FH)
Sozietät Vollmer Bock Windisch Renz