Neues Gesetz zum Kindesunterhalt

Bislang existiert zum Kindesunterhalt folgende (bekannte) Rechtslage: Wenn der eine Elternteil mehr als 50 % das Kind betreut ist der nicht betreuende Elternteil verpflichtet Kindesunterhalt in voller Höhe nach der Düsseldorfer Tabelle zu zahlen.
Betreuen beide Eltern das Kind im Verhältnis 50:50 …
Einkommenssteuerliche Zusammenveranlagung im Familienrecht

Nach § 26 Abs. 1 EStG können Ehegatten auch für das erste Jahr der Trennung zwischen getrennter Veranlagung oder Zusammenveranlagung wählen. In der Regel bringt die Zusammenveranlagung steuerliche Vorteile mit sich, so dass fast immer der besser verdienende Ehegatte auf eine Zusammenveranlagung besteht …
Sorgerecht – Voraussetzungen gemeinsamer elterlicher Sorge

Die elterliche Sorge kann von Eltern gemeinsam ausgeübt werden unter der Voraussetzung, dass dies dem Kindeswohl nicht widerspricht. Das bedeutet, dass zwischen den Elternteilen eine tragfähige soziale Beziehung und ein Mindestmaß an Übereinstimmung und Kommunikation/Kooperation bestehen muss. Damit stehen …
Umgangs- oder Wechselmodell – Kindeswille kann entscheidend sein

Grundsätzlich ist bei der Frage, welches Betreuungsmodell für die Kinder am besten ist, die Erziehungseignung der Eltern, die Bindungen des Kindes an die beiden Elternteile, die Prinzipien der Förderung und der Kontinuität sowie die Beachtung des Kindeswillens zu berücksichtigen. Der Kindeswille kann den Ausschlag …
Mitwirkungspflicht von Eltern bei Gutachten in Umgangs- und Sorgeverfahren

Sehr häufig werden in Umgangs- und Sorgerechtsverfahren Sachverständigengutachten eingeholt, bspw. zur Feststellung von Erziehungskompetenzen, der Eltern-Kind-Beziehung oder allgemein, ob die Eltern kindeswohlgefährdend, -belastend oder -fördernd wirken. Die Gerichte vertreten die Auffassung, dass die Beteiligten in den …
Umgangsausschluss eines Elternteils mit dem Kind

Grundsätzlich folgt das Recht der Eltern auf Umgang aus Artikel 6 Grundgesetz (GG). Das ist ein sogenanntes Elterngrundrecht. Es ist damit ein sehr starkes Recht der Eltern, welches nicht ohne weiteres beschränkt oder gar ausgeschlossen werden kann. Nur unter ganz besonderen Voraussetzungen darf einem Elternteil sein Umgangsrecht …
Kindesübernachtungen bei kurzer Entfernung der Elternteile

Gerade bei geringer Distanz der Wohnorte der Kindeseltern bedarf es einer hohen Rechtfertigung, wenn Übernachtungen des Kindes ausgeschlossen werden sollen. Grund ist, dass im Grundsatz Übernachtungen des Kindes beim umgangsberechtigten Elternteil in der Regel dem Kindeswohl entsprechen. Übernachtungskontakte sind …
Corona und Umgangsrecht

Grundsätzlich ist zu sagen, dass trotz der verhängten Ausgangsbeschränkungen Umgangskontakte selbstverständlich weiter stattfinden dürfen. Lediglich bei einer festgestellten Infektion eines Elternteils können Umgangskontakte ausgesetzt werden. Dies gilt auch, wenn eine verbindliche gerichtliche Regelung vorliegt, die …
Kosten für eine private Kinderfrau stellen keinen unterhaltsrechtlichen Mehrbedarf dar

Bei der Frage, welche Kosten des Kindes neben dem Kindesunterhalt von beiden Elternteilen anteilig zu übernehmen sind, kommt es regelmäßig zu Streit zwischen Eltern. Am sogenannten „Mehrbedarf“, also dem Bedarf des Kindes, der nicht von den Sätzen der Düsseldorfer Tabelle gedeckt ist, haben sich unter …
Neue Düsseldorfer Tabelle ab 01.01.2017

Die Düsseldorfer Tabelle, mit der die Höhe des Kindesunterhaltes festgelegt wird, ändert sich zum 01.01.2017. Insbesondere der Mindestunterhalt der Kinder, also das was als Minimum auf jeden Fall monatlich zu zahlen ist, erhöht sich. In der 1. Altersstufe (0-5) beträgt der Mindestunterhalt nun 342,00 € …