Testament erstellen: Was muss man beachten?

Ein Testament zu verfassen gehört zu den wichtigsten Entscheidungen, die man für die eigene Zukunftsplanung treffen kann. Dabei lässt sich mit einem klar formulierten, rechtlich wirksamen Testament sicherstellen, dass der eigene Wille tatsächlich umgesetzt wird – und die Menschen bedacht werden, die einem nahestehen. Ohne Testament ergibt sich aus gesetzlicher Erbfolge, wer später erbt.

Abschmelzung des Pflichtteilsergänzungsanspruchs bei vorbehaltenem Nutzungsrecht

Ein Klassiker aus der Praxis der Gestaltung von Übergabeverträgen: Der Erblasser hat zu Lebzeiten eine Immobilie an ein Kind übertragen und sich an einem Teil der Immobilie (beispielsweise an bestimmten Räumen im darauf befindlichen Gebäude) ein Wohnungs- und Nutzungsrecht vorbehalten. Die vom Wohnungsrecht betroffenen …

Akteneinsicht in die Nachlassakte – darf das Nachlassgericht verweigern?

Wenn ein Mensch verstirbt, wird nicht automatisch das Nachlassgericht tätig. Nur dann, wenn entweder ein Testament bereits hinterlegt wurde (bei notariellen Testamenten zwingend) oder ein Erbscheinsantrag gestellt wird, wird das Nachlassgericht als Gericht der sogenannten freiwilligen Gerichtsbarkeit tätig. Aus der Nachlassakte ergeben …

Immer sicher mit einem notariellen Testament?

Für die Errichtung lebzeitiger Verfügungen auf den Todesfall (Testamente) gibt es mehrere Möglichkeiten. Am bekanntesten sind das sogenannte eigenhändige Testament und das notarielle Testament. Hierbei gibt es verschiedene Ausprägungen, beispielsweise ein Ehegattentestament oder ein Einzeltestament sowie einen …

Dauerbrenner notarielles Nachlassverzeichnis

Inzwischen ein Klassiker erbrechtlicher Problemfelder: Ein pflichtteilsberechtigter Enterbter, beispielsweise Abkömmling, macht gegenüber einem Erben Pflichtteilsansprüche geltend. Um seinen Pflichtteil konkret beziffern zu können (er beträgt quotal die Hälfte der bei gesetzlicher Erbfolge geltenden Erbquote) benötigt der Pflichtteilsberechtigte …

Vollmacht über den Tod hinaus gegen Erbschein?

Ein recht alltäglicher Fall war Gegenstand einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Nürnberg (Beschluss vom 25.03.2024, Aktenzeichen 15 Wx 2176/23). Ein Erblasser war Eigentümer mehrerer Grundstücke und hatte durch privatschriftliches Testament seine Ehefrau zur Alleinerbin eingesetzt. Dieser hatte er auch eine notarielle …

Wechselbezüglichkeit bei Schlusserbeneinsetzung

Die mit Abstand häufigste Form der Testierung von Ehegatten ist diejenige in einem gemeinschaftlichen Testament, in welchem sich Ehegatten gegenseitig zu Alleinerben für den ersten Erbfall einsetzen und nachfolgend wiederum Personen als sogenannte „Schlusserben“, also als Erben im zweiten Erbfall bestimmen. Das Oberlandesgericht …

Pflichtteilsverzichtsvertrag – BGH schafft Klarheit für die Kosten

In der erbrechtlichen Gestaltungspraxis nicht selten gewählt wird zwischen Generationen (Eltern/Kinder) ein Pflichtteilsverzichtsvertrag abgeschlossen. Hintergrund ist meist die Absicherung letztwilliger Verfügungen der Eltern untereinander, also in der Regel zu Gunsten des Längerlebenden, der meist als Alleinerbe eingesetzt …

Auslandsvermögen Erbschaft

Viele ältere Menschen erfüllen sich seit einigen Jahren lang gehegte Träume, sie erwerben Immobilien in Ferienregionen, beliebt sind dabei insbesondere Spanien, Frankreich oder Österreich. Die Zahl hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen, nicht umsonst hat sich der Begriff des „Mallorca-Rentners“ durch die vielen …

Pflichtteil bei Enterbung

Einer der Schwerpunkte der Tätigkeit eines Fachanwalts für Erbrecht besteht in der Vertretung von enterbten Pflichtteilsberechtigten. Sehr häufig finden sich in Testamenten Anordnungen zu Lasten von meist Abkömmlingen, gelegentlich auch Ehegatten, die in der Erbfolge unberücksichtigt bleiben. Ebenfalls nicht ausgeschlossen …