Pflichtteil bei Enterbung

Einer der Schwerpunkte der Tätigkeit eines Fachanwalts für Erbrecht besteht in der Vertretung von enterbten Pflichtteilsberechtigten. Sehr häufig finden sich in Testamenten Anordnungen zu Lasten von meist Abkömmlingen, gelegentlich auch Ehegatten, die in der Erbfolge unberücksichtigt bleiben. Ebenfalls nicht ausgeschlossen …
Selbstständiges Beweisverfahren zur Wertermittlung in Pflichtteilsangelegenheiten

Das Oberlandesgericht Hamm hat sich in einer aktuellen Entscheidung (Beschluss vom 03.01.2023, Az. 10 B 71/22) mit der Frage beschäftigt, ob ein Pflichtteilsberechtigter den Wert einer Nachlassimmobilie auch im Wege eines selbständigen Beweisverfahrens nach § 485 ZPO feststellen lassen kann. Dies hat das Oberlandesgericht …
Erbnachweis auch ohne Testament möglich

Nicht selten wird darüber gestritten, ob ein vom Erblasser errichtetes privatschriftliches Testament, das nicht mehr auffindbar ist, für die Regelung der Erbfolge maßgeblich ist oder nicht. Ist ein Testament unstreitig erstellt aber nicht mehr auffindbar wird z.B. darüber gestritten, ob das Testament vom …
Widerruf einer Schenkung wegen groben Undanks

Eine Situation, die sich Eltern bei einer Zuwendung an ihre Kinder meist weder vorstellen können, noch wünschen, aber gleichwohl gelegentlich die Gerichte beschäftigt, stand zur Entscheidung durch den Bundesgerichtshof an (Urteil vom 11.10.2022, X ZR 420/20). Es ging um den Widerruf einer Schenkung wegen groben Undanks. Im konkreten …
Dauerbrenner: Steuernde Ausschlagung

Nicht selten kommt es vor, dass eine von Ehegatten gewählte erbrechtliche Gestaltung nach Eintritt des ersten Erbfalls als nicht glücklich, ungünstig bewertet wird. Mit einer solchen Situation hatte sich das Oberlandesgericht Brandenburg zu beschäftigen (Beschluss vom 14.02.2023, 3 W 60/22). Dem lag folgender Sachverhalt zu Grunde …
Kinderlose Ehegatten: Bindungswirkung beim gemeinschaftlichen Testament

Dass auch ein an sich „einfacher“ Erbfall die Gerichte beschäftigen kann zeigt ein Fall, den das Oberlandesgericht Düsseldorf aktuell zu entscheiden hatte (OLG Düsseldorf, ZEV2022, 596). Durch Testament hatten sich die kinderlosen Eheleute zunächst gegenseitig zu Erben eingesetzt und später Erben des Längstlebenden …
Geschäftswert für die Erteilung eines Erbscheins

Wenn ein Erblasser weder eine Verfügung von Todes wegen errichtet hat (oder eine solche nur privatschriftlich, also nicht notariell) wird meist kostenintensiv die Erteilung eines Erbscheins erforderlich, um das Erbrecht nachzuweisen. Wird der Antrag auf Erteilung eines Erbscheins gestellt, vermag der Antragsteller oftmals keine genauen …
Erbschaftssteuer: Steuern sparen durch Ausschlagung

Bei der Vererbung von Vermögenswerten kann – allen voran aufgrund im Nachlass befindlicher Immobilien – die Situation eintreten, dass ein beispielsweise durch Testament begünstigter Erbe bei Annahme der Erbschaft die ihm nach dem Erbschaftssteuergesetz zustehenden Freibeträge überschreiten würde mit der Folge, dass Erbschaftssteuern anfallen …
Vorsorgevollmacht und Covid-19-Problematik

Viele Menschen beschäftigen sich aktuell mit der Frage, ob sie gegebenenfalls eine Vorsorgevollmacht und/oder Patientenverfügung errichten sollen. Viele artikulieren in diesem Zusammenhang eine Unsicherheit allen voran im Bereich der Patientenverfügung. Die klassische Patientenverfügung ist als Anordnung zu verstehen für …
Entlassung eines Testamentsvollstreckers

Nicht selten wird durch letztwillige Verfügung zur Verwaltung des Nachlasses oder zur Auseinandersetzung des Nachlasses ein Testamentsvollstrecker bestimmt. Wesentliche „Kardinalpflicht“ des Testamentsvollstreckers ist die Erstellung eines Nachlassverzeichnisses gemäß § 2215 BGB. In einem aktuell vom …